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Untersuchungen zur Optimierung des medikamentösen Schmerzmanagements und zur Angemessenheit antihypertensiver Therapien älterer Pflegeheimbewohner in Deutschland
Könner, Franziska

HaupttitelUntersuchungen zur Optimierung des medikamentösen Schmerzmanagements und zur Angemessenheit antihypertensiver Therapien älterer Pflegeheimbewohner in Deutschland
TitelvarianteAnalyses to improve pharmacological pain management and appropriateness of antihypertensive drugs in older nursing home residents in Germany
AutorKönner, Franziska
Geburtsort: Freital
GutachterN.N.
weitere GutachterN.N.
Freie Schlagwörterpain; elderly; analgesics; hypertension
DDC610 Medizin und Gesundheit
ZusammenfassungHintergrund
Zu den charakteristischen Gesundheitsproblemen älterer Pflegeheimbewohner in Deutschland gehören Schmerzen und die arterielle Hypertonie. Zahlreiche Barrieren führen zu einer defizitären medikamentösen Schmerzversorgung in dieser vulnerablen Population. Gleichzeitig erhalten Pflegeheimbewohner häufig eine intensive blutdrucksenkende Therapie. Das Ziel der vorliegenden Arbeit war es, einerseits zu untersuchen, ob Fortbildungen für Hausärzte und Pflegefachkräfte das medikamentöse Schmerzmanagement im Pflegeheim verbessern und andererseits das Blutdruckgeschehen von Pflegeheimbewohnern sowie dessen Therapie zu analysieren.
Methode
Im Rahmen einer cluster- randomisiert kontrollierten Studie wurden 12 Pflegeheime (= cluster) in Berlin in Interventions- und Kontrollgruppe randomisiert (jeweils n=6). Bewohner, die mindestens 65 Jahre alt waren und keine moderaten oder schwere kognitiven Einschränkungen aufwiesen, wurden dreimal, in einem Zeitraum von sechs Monaten, in persönlichen Interviews zu ihrem Schmerzgeschehen befragt. Darüber hinaus wurde die Pflegedokumentation analysiert und die gesamte Medikation erfasst. Die Hausärzte und Pflegefachkräfte der Interventionsgruppe wurden nach der ersten Datenerhebung zum Schmerzmanagement fortgebildet. Die Angemessenheit der Schmerzmedikation wurde mit der Pain Medication Appropriateness Scale (PMASD) analysiert. Der Blutdruck wurde bei allen Bewohnern zu allen drei Zeitpunkten gemäß internationaler Leitlinien gemessen.
Ergebnisse
Insgesamt nahmen 239 Pflegeheimbewohner an der Studie teil. Davon gaben etwa 72% an, Schmerzen zu haben und etwa zwei Drittel waren laut PMASD von einer unangemessenen Schmerzmedikation betroffen. Der mittlere PMASD- Wert erhöhte sich in einer Einrichtung signifikant. Bei 177 Bewohnern wurde der Blutdruck gemessen und 124 (70,1%) hatten systolische und diastolische Blutdruckwerte <140/90 mmHg. Eine antihypertensive Therapie erhielten 149 (84,2%) Bewohner und 72 (40,7%) erhielten eine Therapie mit drei oder mehr Substanzen.
Diskussion
Ein großer Anteil der Pflegeheimbewohner war von einer unangemessenen Schmerztherapie betroffen. Obwohl durch die Fortbildung nur einzelne Parameter verbessert werden konnten, ist es sinnvoll Ärzte und Pflegefachkräfte in Interventionen einzubinden. Die Blutdruckwerte lagen überwiegend im Bereich der empfohlenen Zielwerte. Jedoch sollte eine blutdrucksenkende Therapie konsequent kontrolliert und den aktuellen Werten angepasst werden, um eine potentielle Überbehandlung zu vermeiden.
Dokumente
PDF-Datei von FUDISS_thesis_000000100082
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Fachbereich/EinrichtungMedizinische Fakultät Charité - Universitätsmedizin Berlin
Erscheinungsjahr2015
Dokumententyp/-SammlungenDissertation
Medientyp/FormatText
SpracheDeutsch
Rechte Nutzungsbedingungen
Tag der Disputation11.12.2015
Erstellt am04.12.2015 - 10:29:23
Letzte Änderung04.12.2015 - 10:30:58
 
Statische URLhttp://www.diss.fu-berlin.de/diss/receive/FUDISS_thesis_000000100082
URNurn:nbn:de:kobv:188-fudissthesis000000100082-5
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