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Crustal Seismic Imaging Across the San Andreas Fault System Using Narrow-Angle Reflection Industry Data
Gutjahr, Stine

Main titleCrustal Seismic Imaging Across the San Andreas Fault System Using Narrow-Angle Reflection Industry Data
Title variationsSeismische Abbildung der Krustenstruktur des San Andreas Störungssystems unter Verwendung von Industriell Erhobenen Reflexionsseismischen Steilwinkeldaten
Author(s)Gutjahr, Stine
Place of birth: Berlin
1. RefereeProf. Dr. Serge Shapiro
Further Referee(s)Prof. Dr. Stefan Buske
Keywordsseismic data; seismic imaging; Kirchhoff Prestack Depth Migration; Fresnel Volume Migration; San Andreas fault system
Classification (DDC)550 Earth sciences
SummaryIn der vorliegenden Arbeit wird der 1981 industriell erhobene reflexionsseismische Datensatz SJ-6 durch drei moderne Migrationsmethoden bearbeitet, um neuartige seismische Abbilder entlang des San Andreas Störungssystems zu erzeugen.
Angewendet werden die Kirchhoff Prestack Tiefenmigration, die Fresnel Volumen Migration und die Reflection Image Spectroscopy Methode.
Die Kirchhoff Prestack Tiefenmigration wird standardmäßig eingesetzt und eignet sich sehr gut zur Abbildung komplexer Untergrundstrukturen. Obwohl sie schnell in der Durchführung ist, verursacht sie erhebliche Migrationsartefakte, die durch eine geringe Datenabdeckung entstehen.
Die neuartige Fresnel Volumen Migration nutzt das Prinzip der Fresnel Zonen, um den Migrationsoperator im Untergrund auf die Region nahe des eigentlichen Reflexionspunktes zu beschränken und dadurch die Bildung von Migrationsartefakten zu vermindern. Die daraus resultierenden Abbilder enthalten zusätzliche Untergrundstrukturen, die sich deutlicher vom Hintergrundrauschen abgrenzen.
Die Reflection Image Spectroscopy Methode setzt die Größe der Untergrundstrukturen mit den Wellenlängen der verwendeten seismischen Signale in Beziehung.
Auf diese Weise können zusätzliche Strukturen sowohl im groß- als auch im kleinskaligen Bereich unter Berücksichtigung diskreter Frequenzbereiche abgebildet werden.
Die drei Migrationsmethoden werden unter Verwendung des gleichen 3D Geschwindigkeitsmodells durchgeführt, das durch Erdbebentomographie erzeugt wurde.
Die abgebildeten Strukturen werden mit den jüngsten Ergebnissen anderer geophysikalischer Studien verglichen und interpretiert.
Die seismsichen Abbilder zeigen, dass sich die einzelnen Gesteinskomplexe des San Andreas Störungssystems deutlich in ihrer Struktur unterscheiden.
Südwestlich der San Andreas Verwerfung im Salinischen Gesteinskomplex wird in der unteren Erdkruste eine Sequenz subparalleler starker Reflektoren abgebildet. Die San Andreas Verwerfung wird als 4 km breite reflexionsarme subvertikale Zone abgebildet. Diese Zone verbreitert sich sukzessive mit zunehmender Tiefe unterhalb des spröd-duktil Übergangs, wo nicht-vulkanische Tremore südwestlich der San Andreas Verwerfung lokalisiert werden.
Östlich der San Andreas Verwerfung unterhalb des San Joaquin Valley werden sogenannte Great Valley Ophiolithe erstmals seismisch abgebildet.
Es wird gezeigt, dass alte seismische Datensätze eine Vielzahl von Informationen enthalten, die mit den üblichen Prozessierungsmethoden nicht erfasst werden können. Die erneute Bearbeitung dieser Datensätze mit modernen Prozessierung- und Abbildungsmethoden bietet die Möglichkeit zusätzliche strukturelle Informationen zu erhalten und vorhandene Interpretationen, wenn nötig, zu aktualisieren und vor dem Hintergrund aktueller Forschungsergebnisse neu zu bewerten.
Documents
PDF-Datei
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Number of pagesXV, 132 S,
FU DepartmentDepartment of Earth Sciences
Year of publication2015
Document typeDoctoral thesis
Media type/FormatText
LanguageEnglish
Terms of use/Rights Nutzungsbedingungen
Date of defense2015-05-29
Created at2015-06-23 : 12:20:15
Last changed2015-06-29 : 08:13:52
 
Static URLhttp://www.diss.fu-berlin.de/diss/receive/FUDISS_thesis_000000099592
NBNurn:nbn:de:kobv:188-fudissthesis000000099592-5
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