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Untersuchung zum Equinen Cushing Syndrom und Prüfung der Wirksamkeit von Vitex agnus-castus (Mönchspfeffer) bei der Behandlung des Equinen Cushing Syndroms
Bradarić, Zrinjka

HaupttitelUntersuchung zum Equinen Cushing Syndrom und Prüfung der Wirksamkeit von Vitex agnus-castus (Mönchspfeffer) bei der Behandlung des Equinen Cushing Syndroms
TitelvarianteInvestigation on the Equine Cushing Syndrome and evaluation of the efficacy of Vitex agnus castus (chaste berry) in the treatment of the Equine Cushing Syndrome
AutorBradarić, Zrinjka
Geburtsort: Wermelskirchen
GutachterUniv.-Prof. Dr. Heidrun Gehlen
weitere GutachterUniv.-Prof. Dr. Barbara Kohn
Univ.-Prof. Dr. Jürgen Zentek
Freie SchlagwörterCushing’s syndrome; horses; pituitary; epidemiology; symptoms; treatment; Vitex agnus-castus
DDC630 Landwirtschaft, Veterinärmedizin
ZusammenfassungDas Equine Cushing Syndrom, auch Pituitary Pars Intermedia Dysfunction genannt, ist eine neurodegenerative, progressive Erkrankung älterer Pferde und Ponies. In der vorliegenden Arbeit wurden Daten zum Equinen Cushing Syndrom mittels Fragebögen erfasst und ausgewertet. Für den klinischen Teil der Arbeit wurden aus den eingesandten Fragebögen Patienten ausgewählt, die nach Einschluss in die Studie über einen Zeitraum von sechs Monaten mit dem mönchspfefferhaltigen Präparat Corticosal® behandelt wurden. Anhand von wiederholter Untersuchung der klinischen Symptome und Bestimmung des ACTH-Wertes wurde die Wirksamkeit beurteilt. Es wurden insgesamt 257 ausgefüllte Fragebögen ausgewertet. Der Anteil der Ponyrassen lag mit 51 % etwas höher als der der Großpferderassen. Das durchschnittliche Erkrankungsalter lag bei 19,2 Jahren. Die Symptome, die bei den Pferden und Ponies zuerst auftraten, waren Verzögerung des Fellwechsels und Hirsutismus, oft in Kombination mit Hyperhidrosis. Zusammen mit Hufrehe waren das die Symptome, die die Besitzer als ersten Hinweis auf eine Cushing Erkrankung bei ihren Tieren wahrgenommen haben. Die Diagnosestellung erfolgte in den meisten Fällen anhand der klinischen Symptomatik. Wenn Blutuntersuchungen durchgeführt wurden, dann erfolgte die Bestimmung des ACTH-Wertes. Den größten Anteil an eingesetzten Wirkstoffen zur Behandlung des ECS hatte Pergolid. Beim größten Teil der Pferde und Ponies konnte eine Verbesserung der Symptomatik durch eine Behandlung erzielt werden. Die Progression der Erkrankung konnte mittels Behandlung im Vergleich zu unbehandelten Tieren statistisch signifikant verlangsamt werden. Nebenwirkungen wurden nur für die Behandlung mit Pergolid angegeben. In die klinische Studie wurden 38 Pferde und Ponies eingeschlossen, die einen ACTH-Wert von ≥ 50 pg/ml und/oder einen klinischen Score von mindestens fünf erreichten. Das Durchschnittsalter betrug 24,2 Jahre. Der Anteil an Ponies und Warmblütern war in etwa gleich groß. Die Tiere wurden je nachdem, ob eine Vorbehandlung mit Pergolid bestand oder nicht in verschiedenen Behandlungsgruppen aufgeteilt. Nicht-vorbehandelte und ein Teil der vorbehandelten Tiere erhielten das mönchspfefferhaltige Testpräparat über einen Zeitraum von 6 Monaten, der zweite Teil der Pergolid-vorbehandelten Tiere erhielt die ersten drei Monate Placebo und wurde nach der zweiten Untersuchung auf das Testpräparat umgestellt. In der nicht-vorbehandelten Gruppe konnte durch die Therapie mit dem mönchspfefferhaltigen Präparat eine statistisch signifikante Verbesserung der klinischen Symptomatik vom ersten zum dritten Untersuchungszeitpunkt (p=0,0001) erzielt werden. Zum dritten Untersuchungszeitpunkt bestand kein Unterschied zwischen den drei Behandlungsgruppen. Die ACTH-Werte stiegen in allen drei Gruppen zur dritten Untersuchung stark an, es scheint bereits im Juli ein saisonaler Einfluss auf den ACTH-Wert vorgelegen zu haben. Die Entwicklung der klinischen Symptome war nicht mit der Erhöhung der ACTH-Werte korreliert. Es wurde auch der Insulin- und Glukosemetabolismus untersucht. Bei 40 % der Pferde und Ponies konnte eine Insulinresistenz festgestellt werden. Die Ausprägung der Insulinresistenz war unabhängig von der Höhe des ACTH-Wertes. Anhand der hier erhobenen Daten konnte ein positiver Effekt des mönchspfefferhaltigen Präparats auf die klinische Symptomatik von am Cushing Syndrom erkrankten Pferden festgestellt werden.
Dokumente
PDF-Datei von FUDISS_thesis_000000038009
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SeitenzahlX, 167 S.
Fachbereich/EinrichtungFB Veterinärmedizin
Erscheinungsjahr2012
Dokumententyp/-SammlungenDissertation
Medientyp/FormatText
SpracheDeutsch
Rechte Nutzungsbedingungen
Anmerkungen des AutorsMensch und Buch Verlag
Tag der Disputation19.06.2012
Erstellt am17.07.2012 - 11:53:54
Letzte Änderung17.07.2012 - 11:55:52
 
Statische URLhttp://www.diss.fu-berlin.de/diss/receive/FUDISS_thesis_000000038009
URNurn:nbn:de:kobv:188-fudissthesis000000038009-6
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