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Zu einer Ästhetik des Hybriden
Law, Miu Lan

HaupttitelZu einer Ästhetik des Hybriden
TitelzusatzEine Geschichte der Verflechtung von deutschen Theaterkünstlern mit chinesischer Theaterkultur im frühen 21. Jahrhundert
TitelvarianteTowards a hybrid aesthetics
Zusatz zur TitelvarianteA history of interweaving by German theatre artists with Chinese theatre cultures in the early 21st century
AutorLaw, Miu Lan
Geburtsort: Hong Kong
GutachterProf. Dr. Dr. h.c. Erika Fischer-Lichte
weitere GutachterProf. Dr. Dr. h.c. Mechthild Leutner
Freie SchlagwörterTheatre Historiography; Intercultural Aesthetics; Artistic Practices; Globalization , Hybridization and Localization
DDC700 Künste
ZusammenfassungZentrale Fragestellung der vorliegenden Studie richtet sich auf neue Erkenntnisse bezüglich Theatermodell, Geschichtsschreibung und ästhetischer Erfahrung, die aus der Verflechtung von deutschen Theaterkünstlern mit chinesischer Theaterkultur im interkulturellen Theater zu Beginn des 21. Jahrhunderts hervorgeht. Die Erforschung der künstlerischen Praktiken, der Beziehungsgeschichte zwischen deutscher und chinesischer Theaterkultur sowie interkultureller Ästhetik steckt noch weitgehend in den Anfängen.
Aufgrund der Ausgangsidee des „sino-deutschen“ Theaters wird der Begriff Hybridisierung bzw. Hybridbildung als theoretische Grundlage der transversalen Kategorie der Verbindung und Verflechtung von Theaterkulturen bestimmt. Als historische Grundlage erweist sich die Rezeptions- bzw. Transfergeschichte chinesischer (Theater-)Kultur im deutschsprachigen Raum des 17.-18. und 20. Jahrhunderts. Sie dient als Wissenshintergrund gegenwärtiger Entwicklungen der Zusammenarbeit deutscher Künstler mit chinesischer Theaterkultur.
Zu drei exemplarischen Theaterproduktionen bzw. –aufführungen/performances, nämlich Quintett im Theaterprojekt One Table Two Chairs 一桌兩椅 (2000), 走為上 zouweishang. fluchtVERSUCHE. Absurd-komische Versuchsanordnung zum dramatischen Leben und Werk von Gao Xingjian (2001) und Häuptling Abendwind 晚風酋長 (2003), wurden Feldstudien (als teilnehmende Beobachterin/Künstlerin), Korrespondenzen und Interviews hinsichtlich der Produktionsbedingungen, Annäherungsversuche deutscher Theatermacher an die chinesische Theaterkultur, des Verständnisses sowie der Funktion des Theaters durchgeführt. Durch relevante Beschreibungen werden diese drei Performances unter den Aspekten der Interaktion, des Flüchtens und der Vermittlung analysiert und die ästhetische Bedeutung ihrer jeweiligen Verflechtungsfiguren, „Interartisten“, „Weltbürger“ und „Mittler“, hinsichtlich des visionären Einfallsreichtums sowie politisch und soziokulturell in ihrem Bezug auf die Welt erläutert.
Anhand der Ergebnisse lassen sich schließlich drei Verfahrensweisen der Hybridisierung Übergang, Verwandlung und Übersetzung feststellen, die als Beschreibungskategorien der Geschichtsschreibung dienen. Damit entsteht eine Geschichte der Verflechtung, die nach dem Operationsbegriff der Hybridisierung von Theaterkulturen in der Vernetzung der transnationalen Produktionen zwischen dem Lokalen und dem Globalen sowie deren Rückkopplung mit der Theaterkultur beschrieben wird. Dabei generiert ein neues Theatermodell der Interdependenz und des Syntagmas durch Querverbindung des Handelns zweier Kulturen. Eine „Ästhetik des Hybriden“ wird entworfen, indem ein Weltbild aus unterschiedlichen Sinnbildern der Verflechtungsfiguren für das „Schöpferische“, die „Freiheit“ und den „Mittelweg“ im Menschlichen generiert. Eine neue Weltordnung, die durch komplementäre Kreativität verschiedener Kulturen begriffen wird, lässt sich aus der Verflechtung von unterschiedlichen Kulturen entdecken, und die Menschheit wird auf diese Weise ins Bewusstsein gebracht.
Dokumente
PDF-Datei+von+FUDISS_thesis_000000020422
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Seitenzahl181 S.
Fachbereich/EinrichtungFB Philosophie und Geisteswissenschaften
Erscheinungsjahr2011
Dokumententyp/-SammlungenDissertation
Medientyp/FormatText
SpracheDeutsch
Rechte Nutzungsbedingungen
Tag der Disputation12.02.2010
Erstellt am06.01.2011 - 08:54:39
Letzte Änderung06.01.2011 - 08:56:34
 
Statische URLhttp://www.diss.fu-berlin.de/diss/receive/FUDISS_thesis_000000020422
URNurn:nbn:de:kobv:188-fudissthesis000000020422-6
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