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Untersuchung zum Einfluss schnell resorbierbarer bioaktiver Knochenersatzmaterialien auf die osteoblastische Zelldifferenzierung in vivo
Jonscher, Sebastian

HaupttitelUntersuchung zum Einfluss schnell resorbierbarer bioaktiver Knochenersatzmaterialien auf die osteoblastische Zelldifferenzierung in vivo
TitelvarianteInvestigation of novel bioactive rapidly resorbable bone substitute materials and their influence on osteoblastic cell differentiation in vivo
AutorJonscher, Sebastian
Geburtsort: Lutherstadt Wittenberg
GutachterProf. Dr. G. Gómez-Román
weitere GutachterPD Dr. Dr. M. Stiller
PD Dr. med.dent. Christine Knabe
Freie Schlagwörterbone substitute, bone graft, calcium-alkali-orthophosphate, histostmorphometry, immunhistochemistry, biodegadation
DDC610 Medizin und Gesundheit
ZusammenfassungIn der vorliegenden in vivo Studie wurden an 34 Merino-Schafen zwei
neue Knochenersatzmaterialien, Calciumalkaliorthophosphatkeramiken
eine mit der Hauptkristallphase Ca10[K/Na](PO4)7 (325i) und eine mit
der Hauptkristallphase Ca2KNa(PO4)2 (GB14), im Vergleich mit Tricalciumphosphat
(β-TCP), autologem Knochen als derzeitigem Goldstandard
und einem kollagenschwammgefüllten Defekt als Leerdefekt zur
Kontrolle, verglichen. Nach jeweils 1, 4, 12, und 24 Wochen Liegezeit
wurden die augmentierten Knochendefekte lichtmikroskopisch, immunhistologisch
und histomorphometrisch untersucht. Hierzu wurden vorher
im Unterkiefer beidseits Critical Size Defekte angelegt die dann mit den
genannten Materialien augmentiert wurden. Die lichtmikroskopische
Auswertung belegte die Biokompatibilität, Bioaktivität, Degradierbarkeit
und Löslichkeit der verwendeten KEM, die jedoch in differierender
Quantität und auch Qualität auftraten. 325i zeigte in Bezug auf die
Degradierbarkeit und Knochenneubildung die schlechtesten Ergebnisse.
Bei β-TCP ergaben sich nach anfänglich mangelhaften Ergebnissen
dann doch ausreichend gute Werte nach 24 Wochen, die denen anderer
Studien vergleichbar sind. Als in dieser Studie herausragendes Material
präsentierte sich GB14 über alle untersuchten Liegezeiten. Partikelresorption,
Partikel-Osteoidkontakt, Knochenneubildung und Partikel-
Knochenkontakt waren im Vergleich zu den anderen untersuchten Materialien
(β-TCP, 325i) überzeugend und größtenteils von signifikanten
Unterschieden (p < 0,001) geprägt. Als besonders interessant ist hierbei
die gemessene prozentuale Knochenfläche nach 24 Wochen Liegezeit
im augmentierten Bereich von 82,3% im Vergleich zu 75,6% beim
autologen Knochen festzuhalten. Es handelt sich dabei nicht um einen
signifikanten Unterschied, jedoch um ein bemerkenswertes Ergebnis.
Bei vergleichender Auswertung der osteogenen Marker zwischen dem
autologen Material und GB14 zeigten sich ähnliche Kurvenverläufe in
den Diagrammen die den Schluss zulassen, dass GB14 im Hinblick auf
die Knochenneubildung in zeitlicher und molekularer Hinsicht nahezu
dieselben Prozesse durchlaufen. GB14 ist daher als vielversprechendes,
bioaktives Material anzusehen, dessen Einsatz im Bereich präimp87
lantologischer Augmentationen vorteilhaft zu sein scheint. Weiterführende
klinische Studien zur Bestätigung dieser Ergebnisse erscheinen
demzufolge sinnvoll, ebenso Forschungsvorhaben zur Entwicklung weiterer
Applikationsformen.
Dokumente
PDF-Datei von FUDISS_thesis_000000018410
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Fachbereich/EinrichtungMedizinische Fakultät Charité - Universitätsmedizin Berlin
Erscheinungsjahr2010
Dokumententyp/-SammlungenDissertation
Medientyp/FormatText
SpracheDeutsch
Rechte Nutzungsbedingungen
Tag der Disputation03.09.2010
Erstellt am22.07.2010 - 10:03:00
Letzte Änderung16.08.2010 - 08:48:38
 
Statische URLhttp://www.diss.fu-berlin.de/diss/receive/FUDISS_thesis_000000018410
URNurn:nbn:de:kobv:188-fudissthesis000000018410-6
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