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Objekt-Metadaten

Effektivität eines Schulungs- und Trainingsprogramms in der Gesundheits- und Krankenpflegeausbildung für den Umgang mit Patientenaggression
Nau, Johannes

HaupttitelEffektivität eines Schulungs- und Trainingsprogramms in der Gesundheits- und Krankenpflegeausbildung für den Umgang mit Patientenaggression
TitelvarianteEffectiveness of a training programme for student nurses in managing patient aggression
AutorNau, Johannes
Geburtsort: Gomadingen
GutachterProf. Dr. T. Dassen
weitere GutachterProf. Dr. M. Ewers, Prof. Dr. med. T. Steinert
Freie Schlagwörterviolence; aggression management; de-escalation; student nurse; nursing education; instrument development
DDC610 Medizin und Gesundheit
ZusammenfassungHintergrund: Gegen Gesundheitspersonal gerichtete und von Patienten ausgehende Aggression ist ein weltweites Problem [1-4]. Pflegepersonal, das sich noch in der Ausbildung befindet, scheint besonders von dem Problem betroffen zu sein [1, 5-7]. Der Umgang mit aggressivem Verhalten von Patienten bzw. dessen Vorbeugung ist bisher in vielen Ländern nicht regelmäßiger Gegenstand der Pflegeausbildung – auch in Deutschland nicht. Für Fachpersonal werden vereinzelt Schulungsmaßnahmen angeboten, doch ist eine ungeprüfte Anwendung dieser Schulungen bei Auszubildenden unangemessen, da die Wirksamkeit einer Schulungsmaßnahme von ihrer Eignung für die jeweilige Zielgruppe abhängt [8-11]. Ziel dieser Promotion ist, speziell für die Bedürfnisse der pflegerischen Erstausbildung ein Schulungs- und Trainingsprogramm zur Steigerung der Kompetenz im Umgang mit Patientenaggression zu entwickeln und zu evaluieren.

Methode, Stichprobe: Im Jahr 2006 wurden an einer Schule für Gesundheits- und Krankenpflege (GuKP) in Deutschland semistrukturierte Interviews mit 10 Schülerinnen und 2 Schülern der GuKP hinsichtlich ihres Erlebens von aggressiven Patienten durchgeführt. Bis 2008 wurden mit Schwerpunkt auf quantitativer Forschung ein adaptiertes Schulungs- und Trainingprogramm geprüft. In vier Schulklassen wurde die Wirkung des Programms auf das Vertrauen, künftig mit aggressiven Patienten umgehen zu können, untersucht (Confidence in Coping with Patient Aggression Scale). In weiteren sechs Schulklassen wurden Veränderungen in der Deeskalationsperformanz untersucht. Zur Evaluation der Performanz wurde ein Messinstrument entwickelt (De-escalating Aggressive Behaviour Scale).

Ergebnisse: In der qualitativen Untersuchung konnten Anforderungen für eine Schulung herausgearbeitet werden, die in der Pflegeausbildung bisher unberücksichtigt geblieben waren. Nach der Teilnahme an einer entsprechend gestalteten Schulung konnten signifikante Verbesserungen des selbst eingeschätzten Vertrauens, künftig mit aggressiven Patienten umgehen zu können, und Verbesserungen des Deeskalationsverhaltens festgestellt werden. Die De-escalating Aggressive Behaviour Scale (DABS) erwies sich als ein geeignetes Instrument zur Messung der Deeskalationsperformanz bei Pflegeschüler-/innen.

Schlussfolgerungen: Die Ergebnisse verweisen auf positive Effekte des Schulungsprogramms hinsichtlich des Vertrauens der GuKP-Schüler künftig mit aggressiven Patienten umgehen zu können sowie hinsichtlich ihres Deeskalationsverhaltens und sprechen für eine Integration solcher Schulungen in die Ausbildungscurricula.
Dokumente
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Fachbereich/EinrichtungMedizinische Fakultät Charité - Universitätsmedizin Berlin
Erscheinungsjahr2010
Dokumententyp/-SammlungenDissertation
Medientyp/FormatText
SpracheDeutsch
Rechte Nutzungsbedingungen
Tag der Disputation16.05.2010
Erstellt am26.03.2010 - 08:50:25
Letzte Änderung30.04.2010 - 08:45:49
 
Statische URLhttp://www.diss.fu-berlin.de/diss/receive/FUDISS_thesis_000000016725
URNurn:nbn:de:kobv:188-fudissthesis000000016725-3
Zugriffsstatistik
E-Mail-Adressej.nau@gmx.de
 

 
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Stand: 28.02.2010

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