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Objekt-Metadaten

Reduzierte Krampfbereitschaft in chronisch epileptischem Gewebe
Zahn, Robert Karl

HaupttitelReduzierte Krampfbereitschaft in chronisch epileptischem Gewebe
TitelvarianteReduced seizure susceptibility of chronic epileptic tissue
AutorZahn, Robert Karl
Geburtsort: Tübingen
GutachterProf. Dr. med. Uwe Heinemann
weitere GutachterProf. Dr. rer. nat. Gudrun Ahnert - Hilger, Prof. Dr. med. Heinz Beck
Freie SchlagwörterEpilepsy, voltage dependent potassium channels (Kv), Glutamine
DDC610 Medizin und Gesundheit
ZusammenfassungChronisch epileptisches Gewebe zeigt oftmals eine verringerte Empfindlichkeit gegenüber konvulsiven Substanzen. Ich habe nach Ursachen für diese erhöhte Krampfschwelle gesucht. Der neuronale Zellverlust in der Schicht III des medialen entorhinalen Cortex (MEC) wurde im Kainat - Modell für die mesiale Temporallappenepilepsie reproduziert. Nach Stimulation konnten in den oberflächlichen Schichten des MEC hochfrequente Potentiale registriert werden; diese Entladungen wurden durch Unterbrechung der glutamatergen Transmission blockiert. Im Gegensatz zu Kontrollgewebe hatte Bicucullin im Gewebe der epileptischen Tiere eine verringerte Wirkung auf die stimulationsinduzierten Feldpotentiale. Eine in situ Hybridisierung von GAD 65/67 zeigte eine konstante Zahl an Interneuronen in den Schichten II und III des MEC. 4-Aminopyridin (4-AP) induzierte im entorhinalen und perirhinalen Cortex im Gewebe der Kontrolltiere seizure like events (SLEs). Im Gegensatz hierzu konnten durch 4-AP in Gewebe chronisch epileptischer Tiere keine SLEs hervorgerufen werden. Real time PCR zeigte keine signifikante Herunterregulation der für 4-AP hochaffinen Kanäle im Subiculum, entorhinalen und perirhinalen Cortex von chronisch epileptischen Ratten. Die Expression der Kv3.4-Untereinheiten, welche erst im millimolaren Bereich durch 4-AP beeinflußt werden, war in diesen Regionen reduziert. Die Ergebnisse konnten durch immunzytochemische Antikörperfärbungen bestätigt werden. Elektrophysiologische in vitro Experimente mit Hirngewebe werden normalerweise in artefizieller zerebrospinaler Flüssigkeit durchgeführt, welche keine Aminosäuren enthält. Nach Substitution von Glutamin wurde im MEC chronisch epileptischer Ratten epileptiforme Aktivität beobachtet. In Präparaten von Kontrolltieren konnten diese Entladungen nicht registriert werden. Die Potentiale waren auf den MEC beschränkt, wurden durch einen AMPA / Kainat - Rezeptor Antagonisten attenuiert und durch Inhibition der neuronalen Glutaminaufnahme unterdrückt. Bicucullinmethiodid verstärkte die Entladungen.
Die Übererregbarkeit der Neurone in Schicht II des MEC ist nicht durch einen Verlust der GABAergen Interneurone bedingt und resultiert möglicherweise in Alterationen der synaptischen Konnektivität innerhalb der oberflächlichen Schichten des MEC. Die Beobachtungen suggerieren Reorganisationsvorgänge im entorhinalen Cortex und Veränderungen der homeostatischen Plastizität, welche antikonvulsive Effekte aufweisen.
Dokumente

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Seitenzahl24
Fachbereich/EinrichtungMedizinische Fakultät Charité - Universitätsmedizin Berlin
Erscheinungsjahr2010
Dokumententyp/-SammlungenDissertation
Medientyp/FormatText
SpracheDeutsch
Rechte Nutzungsbedingungen
Tag der Disputation16.05.2010
Erstellt am19.03.2010 - 07:49:45
Letzte Änderung19.07.2012 - 10:59:25
 
Statische URLhttp://www.diss.fu-berlin.de/diss/receive/FUDISS_thesis_000000016578
URNurn:nbn:de:kobv:188-fudissthesis000000016578-2
Zugriffsstatistik
E-Mail-Adresserkzahn@t-online.de
 

 
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Stand: 28.02.2010

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