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Europas Weg zum Bürger
Giffey, Franziska (geb. Süllke)

HaupttitelEuropas Weg zum Bürger
TitelzusatzDie Politik der Europäischen Kommission zur Beteiligung der Zivilgesellschaft
TitelvarianteEurope’s Path to the Citizens
Zusatz zur TitelvarianteThe policy of the European Commission for the participation of civil society
AutorGiffey, Franziska (geb. Süllke)
Geburtsort: Frankfurt / Oder, Land Brandenburg, Deutschland
GutachterProf. Dr. rer. pol. Tanja Anita Börzel, Freie Universität Berlin
weitere GutachterProf. Dr. rer. pol. Hartmut Häußermann, Humboldt - Universität zu Berlin
Freie SchlagwörterEuropean Civil Society; European Public Sphere; Democratic legitimacy of the EU; Political Participation; European Commission
DDC300 Sozialwissenschaften
ZusammenfassungGegenstand der vorliegenden Arbeit sind die Möglichkeiten und Grenzen der Politik der Europäischen Kommission zur Beteiligung der Zivilgesellschaft. Es wird dargestellt, was in der Politikwissenschaft und seitens der Europäischen Kommission unter „europäischer Zivilgesellschaft“ und deren Partizipation im Kontext demokratischer Legitimation und einer transnationalen europäischen Öffentlichkeit verstanden wird. Dabei steht im Fokus, wie sich die politischen Strategien und Instrumente der Europäischen Kommission zur Einbindung der Zivilgesellschaft im Laufe der europäischen Integrationsgeschichte entwickelt und gewandelt haben.

Die Relevanz der Arbeit basiert auf der Annahme, dass die Einbeziehung der Zivilgesellschaft eine mögliche Antwort auf ein konstatiertes Demokratiedefizit darstellen und zur Erhöhung der demokratischen Legitimation der EU beitragen könnte. Anhand eines Literaturstudiums erfolgt dazu eine Diskussion der politikwissenschaftlichen Standpunkte aus verschiedenen Demokratietheorien.

Das Forschungsdesign beinhaltet eine Typologisierung der Beteiligungsinstrumente der Europäischen Kommission und die Entwicklung eines eigenen Analyserasters mit den Eignungsdimensionen Zugänglichkeit, Mehrwert und Inklusion zur Prüfung der Eignung politischer Beteiligungsinstrumente. Anhand dieses Analyserasters werden die europäischen Beteiligungsinstrumente in einer Fallstudie im sozioökonomischen Härtefallgebiet des Bezirks Neukölln von Berlin auf ihre Eignung zur Beteiligung der Zivilgesellschaft überprüft.

Ergebnis der Untersuchung ist, dass die eingesetzten Partizipationsinstrumente der Europäischen Kommission nur bedingt geeignet sind, einen größeren und nicht nur elitären Teil der Zivilgesellschaft zu erreichen und damit das Demokratiedefizit der Europäischen Union zu vermindern.

Beteiligung ist in hohem Maße abhängig vom Willen und den individuellen Fähigkeiten und Möglichkeiten von Bürgern und Organisationen der Zivilgesellschaft. Aus den Untersuchungsergebnissen werden Lösungs- und Gestaltungsansätze abgeleitet, um diese Komponenten in Zukunft stärker zu fördern und alternative, verständliche und konkrete Formen der Beteiligung der Zivilgesellschaft für eine bürgernahe und demokratisch legitimierte europäische Politik zu entwickeln.
InhaltsverzeichnisVorwort

Kapitel 1: Einleitung

1.1. Vom europäischen Binnenmarkt zum Europa der Bürger
1.2. Forschungsdesign
1.2.1. Forschungsfrage
1.2.2. Grundannahmen und Unterfragen
1.2.3. Analytische Herangehensweise und Methodik
1.3. Aufbau der Arbeit

Kapitel 2: Begriffsklärung und Eignungsdimensionen
von Beteiligungsinstrumenten

2.1. Begriffsklärung
2.1.1. Demokratische Legitimation der Europäischen Union
2.1.2. Europäische Öffentlichkeit
2.1.3. Europäische Zivilgesellschaft
2.1.4. Partizipation auf europäischer Ebene
2.2. Typologisierung von Beteiligungsinstrumenten
2.2.1. Typologisierungsarten von Beteiligung in der
Politikwissenschaft
2.2.2. Typologisierung von Beteiligung im Forschungsdesign
2.3. Eignungsdimensionen von Beteiligungsinstrumenten
2.3.1. Zugänglichkeit
2.3.2. Mehrwert
2.3.3. Inklusion
2.4. Analyseraster

Kapitel 3: Strategien der Europäischen Kommission
zur Partizipation der Zivilgesellschaft

3.1. Der strategische Entwicklungsprozess im chronologischen Verlauf
3.2. Bewertung und Analyse des Strategiewandels


Kapitel 4: Fallstudie – Die Beteiligung der Zivilgesellschaft
am Beispiel des Härtefalls Berlin- Neukölln

4.1. Darstellung und Begründung der Fallauswahl
4.2. Problemlagenbeschreibung
4.3. Potenzialbeschreibung
4.4. Der Untersuchungsansatz

4.5. Die Eignung der Beteiligungsinstrumente der EU – Kommission
in Berlin-Neukölln
4.5.1. Printmedienbasierte Beteiligung
4.5.2. Audiovisuelle Beteiligung
4.5.3. Webbasierte Beteiligung
4.5.4. Präsenzbasierte Beteiligung
4.5.5. Förderprogrammbasierte Beteiligung
4.5.6. Multiplikatorenbasierte Beteiligung

4.6. Zwischenfazit


Kapitel 5: Für eine bürgernahe und demokratisch legitimierte
europäische Politik zur Beteiligung der Zivilgesellschaft

5.1. Zusammenfassung der Ergebnisse und Schlussfolgerungen
5.2. Künftige Herausforderungen
5.3. Lösungs- und Gestaltungsansätze

Literaturverzeichnis

Anhang

Anhang 1: Zusammenfassung
Anhang 2: Summary
Anhang 3: Abkürzungsverzeichnis
Anhang 4: Abbildungsverzeichnis
Anhang 5: Tabellenverzeichnis
Anhang 6: Interviewleitfaden für die Fallstudie
Anhang 7: Übersicht der geführten Interviews für die Fallstudie
Anhang 8: Lebenslauf
Dokumente
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Seitenzahl266 S.
Fachbereich/EinrichtungFB Politik- und Sozialwissenschaften
Erscheinungsjahr2010
Dokumententyp/-SammlungenDissertation
Medientyp/FormatText
SpracheDeutsch
Rechte Nutzungsbedingungen
Tag der Disputation16.02.2010
Erstellt am16.02.2010 - 13:59:11
Letzte Änderung25.02.2010 - 12:13:27
 
Statische URLhttp://www.diss.fu-berlin.de/diss/receive/FUDISS_thesis_000000015887
URNurn:nbn:de:kobv:188-fudissthesis000000015887-7
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