Dissertationen online der Freien Universität Berlin

Objekt-Metadaten

Das Antithrombin (III) - Referenzwerterstellung für das Kindesalter
Panzer-Heinig, Sabine

HaupttitelDas Antithrombin (III) - Referenzwerterstellung für das Kindesalter
TitelzusatzBedeutung für die DIC 1992 versus 2007
TitelvarianteAntithrombin (III) - Establishing Pediatric Reference Values
Zusatz zur TitelvarianteRelevance for DIC 1992 versus 2007
AutorPanzer-Heinig, Sabine
Geburtsort: Hagen, Deutschland
GutachterProf. Dr. med. E. Köttgen
weitere GutachterProf. Dr. med. G. Siegert
Prof. Dr. med. H. Mau
Freie SchlagwörterAntithrombin (III); reference values; children; newborn infants; DIC; sepsis
DDC610 Medizin und Gesundheit
ZusammenfassungAntithrombin (III)-Referenzwerte im Kindesalter
In der vorliegenden Arbeit werden Referenzwerte für die Antithrombin-Aktivität im Kindesalter vorgestellt. Dazu wurden die Daten von insgesamt 1228 Kindern zwischen der Geburt und einem Alter von 16 Jahren ausgewertet.
Die Antithrombin-Aktivitäten steigen im ersten Lebensmonat von knapp 64 % in der ersten auf knapp 74 % in der vierten Lebenswoche. Dieser Anstieg setzt sich in den folgenden Monaten fort, bis mit etwa fünf Monaten Erwachsenenwerte erreicht sind.
Danach steigen die Werte weiter an und erreichen am Ende des ersten Lebensjahres mit ca. 110 % ein Maximum. Im weiteren Kindesalter sinken die AT-Aktivitäten dann ganz langsam ab, erreichen aber erst nach dem 15. Lebensjahr das Erwachsenen­niveau.
Ein Vergleich mit der Literatur zeigt, dass bisher noch keine Daten an ausreichend großen Probandenzahlen kontinuierlich von der Neugeborenenperiode über das ganze erste Lebensjahr und die folgenden Jahre zusammengestellt wurden, mit deren Hilfe aussagekräftige Referenzwerte für das ganze Kindesalter und vor allem für das gesamte erste Lebensjahr angegeben werden konnten.
Bedeutung des Antithrombin (III) für die DIC – 1992 versus 2007
Viele bis 1992 veröffentlichte Arbeiten befassten sich mit der Antithrombin-Substitution bei Patienten mit DIC. Der erwartete Nutzen für die in der Regel schwerkranken Patienten deutete sich an, jedoch fehlten größere prospektive placebokontrollierte Studien, die diese Erwartung untermauern konnten.
In den 90er Jahren folgten dann einige solcher Studien, durch die zwar belegt werden konnte, dass die Patienten in bestimmten Bereichen von einer AT-Substitution profitierten; die erhoffte signifikante Senkung der Mortalität bei den mit Antithrombin behandelten Patienten ließ sich mit ihrer Hilfe aber auch nicht nachweisen.
Es wurde vermutet, dass dies an der jeweils relativ geringen Probandenzahl gelegen haben könnte.
Die von 1997 bis 2001 durchgeführte KyberSept-Studie, eine große internationale Multicenter-Studie an über 2300 Patienten mit Sepsis, konnte diese Erwartung jedoch auch nicht bestätigen. Nach Abschluss dieser Studie ist man also in Bezug auf Empfehlungen zur Antithrombin-Substitution bei erworbenem AT-Mangel im Grunde nicht weiter als im Jahre 1992.
Der Vergleich meiner 1992 und erneut 2007 durchgeführten Umfrage an deutschen Kinderkliniken zur Therapie der DIC mit oder ohne Antithrombin-Substitution bestätigt das Fehlen einer einheitlichen Vorgehensweise.
Der Anteil der Befragten, die bei manifester DIC immer Antithrombin geben würden, ging nach Ablauf von 15 Jahren (und nach Veröffentlichung der KyberSept-Studie) deutlich zurück, aber fast die Hälfte der Befragten wollte sich nicht festlegen und gelegentlich doch mit Antithrombin behandeln.
Keine einzige der möglichen Antithrombin-Heparin-Kombinationen wurde 2007 von allen Befragten ausgeschlossen, auch dies zeigt die weiterhin bestehende therapeutische Unsicherheit.
So müssen die Ergebnisse weiterer sorgfältig durchgeführter prospektiver Studien abgewartet werden, bis wissenschaftlich begründete Therapierichtlinien im Sinne einer evidenzbasierten Medizin die Behandlung der disseminierten intravasalen Gerinnung erleichtern.
Dokumente
Dataobject from FUDISS_thesis_000000011534
Falls Ihr Browser eine Datei nicht öffnen kann, die Datei zuerst herunterladen und dann öffnen.
 
Seitenzahl124
Fachbereich/EinrichtungMedizinische Fakultät Charité - Universitätsmedizin Berlin
Erscheinungsjahr2009
Dokumententyp/-SammlungenDissertation
Medientyp/FormatText
SpracheDeutsch
Rechte Nutzungsbedingungen
Anmerkungen des AutorsPeer-reviewed
Tag der Disputation18.09.2009
Erstellt am22.07.2009 - 07:28:50
Letzte Änderung19.02.2010 - 10:49:43
 
Statische URLhttp://www.diss.fu-berlin.de/diss/receive/FUDISS_thesis_000000011534
URNurn:nbn:de:kobv:188-fudissthesis000000011534-8
Zugriffsstatistik
E-Mail-Adressepanzer-heinig@arcor.de