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Morphology and phylogeny of synechodontiform sharks (Chondrichthyes, Elasmobranchii) with comments on the origin and early evolution of Neoselachii
Klug, Stefanie

Main titleMorphology and phylogeny of synechodontiform sharks (Chondrichthyes, Elasmobranchii) with comments on the origin and early evolution of Neoselachii
Title variationsMorphologie und Phylogenie synechodontiformer Haie (Chondrichthyes, Elasmobranchii) mit Anmerkungen zum Ursprung und der frühen Evolution der Neoselachii
Author(s)Klug, Stefanie
Place of birth: Bobingen
1. RefereeProf. Dr. Helmut Keupp
Further Referee(s)Prof. Dr. Bettina Reichenbacher
KeywordsNeoselachii, Synechodontiformes, phylogeny, sharks, monophyly, stem-group, crown-group
Classification (DDC)560 Paleontology; Paleozoology
SummaryDie Synechodontiformes sind eine Gruppe ausgestorbener Haie, deren stratigraphische Reichweite vom Perm bis ins Eozän reicht. In den letzten Jahrzehnten wurde teilweise vehement über deren Monophylie, ihre Stellung innerhalb der Neoselachier und ihre Verwandtschaftsverhältnisse untereinander diskutiert. Gründe hierfür sind zum einen der Mangel an skelettalen Resten und zum anderen an sehr ähnlichen Zahnmorphologien der einzelnen Gattungen. Aufgrund dessen wurden unterschiedliche Klassifikationen vorgeschlagen, die sich mitunter deutlich widersprachen.
Die taxonomische und systematische Revision führte im Verlauf dieser Studie zu der Einführung einer neuen Gattung – Palidiplospinax – basierend auf skelettalen Überresten dieser kleinen Haie aus unter- und mitteljurassischen Ablagerungen Europas. Die Revision der Neoselachier-Skelette aus den oberjurassischen lithographischen Plattenkalken Solnhofens und Nusplingens erbrachte neben zahlreichen neuen Exemplaren auch neue Taxa, die zur der Erkenntnis führten, dass synechodontiforme Haie im Jura viel zahlreicher und diverser waren als bisher angenommen.
Der kleine Haifisch, Macrourogaleus, ehemals zu den Katzenhaien gestellt, wird als nächster Verwandter zu Paraorthacodus identifiziert. Des Weiteren wurden die ersten Skelette von Synechodus aus dem Oberjura, die eine neue Art repräsentieren – S. ungeri – beschrieben. Zahlreiche skelettale Reste von Paraorthacodus – bis dato lediglich durch den unvollständigen Holotypen belegt –und das erste komplette Skelett von P. jurensis wurden beschrieben, das detaillierte Informationen zur Anatomie dieser Haifische liefert. Der deutlichste Unterschied zwischen Paraorthacodus und Synechodus, der aufgrund dieser Revision festgestellt werden konnte, ist, dass Paraorthacodus eine einzelne Rückenflosse hat, während Synechodus zwei aufweist. Der Hauptunterschied zwischen diesen beiden Taxa und Palidiplospinax ist der Besitz von Flossenstacheln des letzteren vor den Rückenflossen. Des Weiteren wurde die taxonomische Vielfalt der oberkretazischen synechodontiformen Haie Gondwanas, speziell der Antarktis, untersucht.
Die phylogenetischen Analysen, die im Rahmen dieser Arbeit durchgeführt wurden, um sowohl die Monophyly der Synechodontiformes als auch ihre Stellung innerhalb des Systems der Knorpelfische zu rekonstruieren, basiert ausschließlich auf morphologischen Merkmalen. Vier verschiedene Analysen wurden durchgeführt und führten unter anderem zu der Schlussfolgerung, dass alle einbezogenen Gattungen, die traditionell zu den Synechodontiformes gestellt werden, tatsächlich eine sehr gut gestützte monophyletische Gruppe bilden, die die basale Schwestergruppe zu allen anderen Neoselachiern darstellt. Dies führt zu der Schlussfolgerung, dass das systematische Konzept der Neoselachii erweitert werden muss, um auch ausgestorbene Gruppen mit einzubeziehen, die phylogenetisch nicht innerhalb der Neoselachier angesiedelt sind. Die Verwandtschaftsverhältnisse der Innengruppe der Synechodontiformes bleiben zum Teil unaufgelöst, da einige Gattungen nur auf isolierten Zähnen basieren und deren Datensätze entsprechend eingeschränkt sind. Vier gut begründete monophyletische Gruppierungen einschließlich einer neuen Familie – Paraorthacodontidae (aus Macrourogaleus und Paraorthacodus bestehend) – können auf Grund der kladistischen Analyse unterschieden werden.
Die neuen, durch diese Studie erbrachten Ergebnisse ermöglichten Diversifizierungs- und biogeographische Muster während des Jura statistisch zu analysieren und den Zeitpunkt des ersten wichtigen Diversifikationereignisses der Neoselachier zu rekonstruieren. Die wichtigsten Resultate dieser beiden Analysen sind zum einen, dass die maximale Diversifizierungsrate im Toarc stattfand und sich auf einem gleichmäßigen Level im Mittel- und Oberjura einpendelte, und zum anderen, dass das stets angenommene Aussterbeevent am Ende des Jura eher ein Artefakt ist als ein reales Muster darstellt.
ContentZusammenfassung
Abstract
Introduction
- Taxonomic and Systematic Background
- Neoselachii
- Dental characters of Neoselachii
- Remarks on synechodontiform monophyly
- Remarks on palaeospinacid taxonomy
Material and Methods
Results and Conclusions
Final Remarks and Future Perspectives
Acknowledgements
References
Appendix
- List of publications part for the thesis
- Papers 1–9
Documents
Dataobject from FUDISS_thesis_000000010429
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Number of pages[3], 31, [22] S.
FU DepartmentDepartment of Earth Sciences
Year of publication2009
Document typeDoctoral thesis
Media type/FormatText
LanguageEnglish
Terms of use/Rights Nutzungsbedingungen
Authors commentsDie Beiträge im Appendix sind aufgrund von Original-Zeitschriftenartikeln in der online Version nicht enthalten
Date of defense2009-04-20
Created at2009-06-09 : 11:04:58
Last changed2010-02-19 : 01:50:55
 
Static URLhttp://www.diss.fu-berlin.de/diss/receive/FUDISS_thesis_000000010429
NBNurn:nbn:de:kobv:188-fudissthesis000000010429-6
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