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Objekt-Metadaten
| Symmetrie und Variation als kompositorische Prinzipien Kempf, Davorin |
| Haupttitel | Symmetrie und Variation als kompositorische Prinzipien |
| Titelzusatz | Interdisziplinäre Aspekte |
| Titelvariante | Symmetry and variation as compositional principles |
| Zusatz zur Titelvariante | interdisciplinary aspects |
| Autor | Kempf, Davorin
Geburtsort: Virje, Kroatien |
| Gutachter | Prof. Dr. Albrecht Riethmüller |
| weitere Gutachter | Priv.-Doz. Dr. Franz Michael Maier |
| Freie Schlagwörter | Symmetrie, Variation, Komposition, interdisziplinär |
| DDC | 780 Musik |
| Zusammenfassung | Zusammenfassung Das kompositorische Schaffen in der europäischen (und nicht nur in der europäischen) Musikgeschichte beruht auf den Prinzipien von Symmetrie und Variation bzw. gebrochener Symmetrie. Sie werden auf verschiedene Art und Weise und auf unterschiedlichen Ebenen realisiert: In mikro- und makroformalen Bereichen (in der rhythmischen, melodischen [polyphonen] und harmonischen [homophonen] Struktur), in der musikalischen Zeit und im (imaginären und realen) Raum, im Zeit-Raum einer Komposition und in den musikgeschichtlichen Zeit-Räumen. Es gibt viele Formen von (diskreter) Symmetrie, die in der Musik verwirklicht werden. Die bedeutendsten sind translative, bilaterale und fraktale Symetrie. Charakteristisches Verfahren ist: Modell + Symmetrieoperation(en) = symmetrische Ganzheit. Die Art und Weise der Verwirklichung der Symmetrie hängt nicht nur von den Komponisten ab, die sie bewusst und unbewusst erreichen können, sondern auch von gewissen Voraussetzungen oder Beschränkungen, die durch unterschiedliche kompositorische Systeme und stilistisch – ästhetische Prinzipien im Bereich der Tonalität, der erweiterten Tonalität und der freien oder organisierten Atonalität entstehen. Durch die Prinzipien von Symmetrie und Variation ist die Musik mit der ganzen spirituellen und materiellen Welt verbunden. Das Prinzip der isomorphischen Korrespondenz der Struktur in unterschiedlichen Medien verbindet Natur, Kunst und Wissenschaft. Harmonikale Zahlenproportionen der Platonischen Konsonanzen kreiren den Rhythmus zwischen verschiedenen Teilen einer musikalischen, architektonischen oder poetischen Komposition. Translative Symmetrie, die als Archetyp des formalen Denkens in der europäischen Musiktradition bezeichnet werden kann, ist in der Kunst der Ornamentik sowie in der Welt der Kristalle erkennbar. Bilaterale Symmetrie (Spiegelsymmetrie, Parität), die in der Musik als „Zeitumkehr“ und Spiegelung im Tonhöhen- bzw. Frequenzbereich realisiert wird, erscheint in der Physik sowohl im abstrakten als auch im realen Raum. Fraktale werden auch in materieller und geistiger Welt, in der Zeit und im Raum verwirklicht. Mathematisch – geometrische und musikalische Logik sind nicht unbedingt kompatibel oder vergleichbar. Es gibt keine direkte Verbindung zwischen Ästhetik, künstlerischer Leistung und dem Automatismus der Methode. Symmetrie und (mathematisch – geometrische) Schönheit einer kompositorischen Struktur oder Formkonstruktion garantieren nicht, dass es sich um eine schöne, wertvolle oder „richtige“ Musik handelt, obwohl eine solche Übereinstimmung nicht ausgeschlossen ist. Die Schöpfung eines Genies, wie zum Beispiel Bachs, Mozarts oder Beethovens, beruht auf der Synthese von vielen Komponenten, die für eine große Kunst relevant sind. Symmetrie ist nur eine von diesen Komponenten. Erwünschte psychologisch – ästhetische Wirkung gebrochener Symmetrie ist erst durch die zugrunde liegende Idee der Symmetrie ermöglicht. Kreative Spannung zwischen Symmetrie, gebrochener Symmetrie und Asymmetrie kennzeichnet zahlreiche bedeutende künstlerische Leistungen der europäischen Musikgeschichte. Ihre innewohnenden mathematisch – geometrische Schichten, lokale und globale symmetrische Verhältnisse wurden durch einen allumfassenden Schöpfungsakt erreicht. |
| Inhaltsverzeichnis | VORWORT....S. 1 - 3 I. KAPITEL SYMMETRIE IM INTERDISZIPLINÄREN UND GESCHICHTLICHEN KONTEXT....S. 4 - 94 II. KAPITEL SYMMETRIE IN DER PHYSIK...S. 95 – 120 Beziehungen zur Musik / Kunst / Philosophie III. KAPITEL SYMMETRIE IN DER MUSIKALISCHEN ZEIT UND IM RAUM...S. 121 – 163 Kompositorische, psychologische und philosophische Aspekte IV. KAPITEL VERSCHIEDENE FORMEN VON SYMMETRIE.....S. 164 – 397 - systematische Übersicht 1. BILATERALE SYMMETRIE (SPIEGELSYMMETRIE)...S. 164 –198 2. TRANSLATIVE, ROTATIVE UND VERWANDTE SYMMETRIEN...S. 199 – 260 3. ORNAMENTALE UND KRISTALOGRAPHISCHE SYMMETRIE....S. 261 - 271 4. FRAKTALE SYMMETRIE ...S. 272 - 397 SCHLUSS....S. 398–406 Literaturverzeichnis....S. 407–417 |
| Dokumente |
Dataobject from FUDISS_thesis_000000006569
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| Seitenzahl | [2], 417 S. |
| Fachbereich/Einrichtung | FB Philosophie und Geisteswissenschaften |
| Erscheinungsjahr | 2008 |
| Dokumententyp/-Sammlungen | Dissertation |
| Medientyp/Format | Text |
| Sprache | Deutsch |
| Rechte | Nutzungsbedingungen |
| Tag der Disputation | 20.12.2006 |
| Erstellt am | 11.12.2008 - 13:22:00 |
| Letzte Änderung | 19.02.2010 - 11:36:56 |
| Statische URL | http://www.diss.fu-berlin.de/diss/receive/FUDISS_thesis_000000006569 |
| URN | urn:nbn:de:kobv:188-fudissthesis000000006569-5 |
| Zugriffsstatistik | |
| E-Mail-Adresse | davorinkempf@gmail.com |








