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Der Künstler Karl Wilhelm Diefenbach (1851 - 1913)
Wagner, Claudia

HaupttitelDer Künstler Karl Wilhelm Diefenbach (1851 - 1913)
TitelzusatzMeister und Mission
TitelvarianteKarl Wilhelm Diefenbach
Zusatz zur TitelvarianteMaster and Mission
AutorWagner, Claudia
Geburtsort: München, Deutschland
GutachterProf. Harold Hammer-Schenk
weitere GutachterProf. Ernst Rebel
Freie SchlagwörterDiefenbach, Artist, Symbolism, Reform, Capri
DDC000 Informatik, Informationswissenschaft, allgemeine Werke
ZusammenfassungAbstract Maler, Pazifist, Reformer und Symbolist: so lässt sich in Schlagworten die bizarre Künstlerpersönlichkeit Karl Wilhelm Diefenbachs (1851-1913) charakterisieren. Die vorliegende Dissertation stellt die erste umfassende Monographie zu Leben und Werk Diefenbachs dar, aufbauend auf der systematischen Bearbeitung der umfangreichen existierenden Quellen im Familienarchiv. Am Anfang der Arbeit steht die detaillierte Darstellung der Biographie des Künstlers unter dem Titel „Ein Leben im Sinne der Reform“. Diefenbach erscheint dabei als Phänomen der Jahrhundertwende und seine Kunst als Sprachrohr seiner reformerischen und weitsichtigen Ambitionen um Vegetarismus, Pazifismus, spirituelle Neuorientierung etc. In den folgenden Kapiteln zur künstlerischen Tätigkeit Diefenbachs wird der Maler interpretierend in die Epoche und das Umfeld der vor allem symbolistischen Künstler eingeordnet. Die Kapitel gliedern sich in die Ausführungen rund um den monumentalen Fries „Per aspera ad astra“ (1892), der als Frühwerk eine herausragende Rolle spielt. Wichtig in diesem Zusammenhang sind neben der Motiv-Interpretation vor allem die Beleuchtung der gewählten Technik der Silhouetten-Darstellung und das maltechnische Experiment mit Wachs und Harz. Das folgende Kapitel „Die Lebensreform im Bild“ bewegt sich zwischen Propagandabildern für Tierschutz und Vegetarismus, naturistischen Akten, Sinnbildern befreiter Sexualität aber auch Darstellungen reformierter Architektur und Kultbauten nach Diefenbachs Vorstellung. „Wie hielt er´s mit der Religion?“, lautet das anschließende Kapitel. Die Gretchenfrage war ein zentraler Aspekt der Neuorientierung um die Jahrhundertwende. Das Schwanken zwischen konservativem Katholizismus und reformiertem Individualismus, zwischen europäischem Mysthizismus und orientalisch inspirierter Theosophie fand auch in Diefenbachs Malerei Niederschlag. Der Vergleich mit zeitgenössischen Malern ist vor allem im letzten Kapitel „Capri und die Inspiration der Insel“ von zentraler Bedeutung. Diefenbach wird dort in das Umfeld des europäischen und vor allem deutschen Symbolismus eingeordnet, der Weg von seinen frühen symbolischen Gemälden zu den symbolistischen Landschaftsbildern seiner Spätphase auf Capri wird nachgezeichnet. Besonders interessant erschien es abschließend, den kurzen Weg vom konsequenten Symbolismus hin zur modernen Abstraktion am Anfang des 20. Jahrhunderts nachzuzeichnen. Zu diesem Zweck und gleichzeitig stellvertretend für die nächste Künstler-Generation nach Diefenbach wurde sein Schüler František Kupka herangezogen, an dessen Beispiel die Einflüsse des „Meisters“ und das viel versprechende Umfeld Diefenbachs beleuchtet wird. Einen weiteren Teil der Arbeit füllt der umfangreiche Werkkatalog mit rund 260 Positionen, in dem alle bekannten Gemälde des Künstlers sowie die dazugehörigen technischen Angaben und Quellen thematische geordnet wurden.
Dokumente
FUDISS_derivate_000000003200
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Fachbereich/EinrichtungFB Geschichts- und Kulturwissenschaften
Erscheinungsjahr2007
Dokumententyp/-SammlungenDissertation
Medientyp/FormatText
SpracheDeutsch
RechteNutzungsbedingungen
Tag der Disputation08.01.2007
Erstellt am27.09.2007 - 00:00:00
Letzte Änderung19.02.2010 - 14:08:58
 
Alte Darwin URLhttp://www.diss.fu-berlin.de/2007/652/
Statische URLhttp://www.diss.fu-berlin.de/diss/receive/FUDISS_thesis_000000003200
URNurn:nbn:de:kobv:188-fudissthesis000000003200-6
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