Dissertationsserver


Springe direkt zu:Inhalt


Service-Navigation


Hauptnavigation/Hauptmenü: Links auf direkt erreichbare, übergeordnete Webseiten


Grafischer Identitätsbereich:




Navigation/Menü: Links auf weitere Seiten dieser Website


Navigationspfad:

Navigation: FU Dissertationen Online / Mycore 2.0.2

Drucken Icon


Objekt-Metadaten

Zeugnisse der Kunst und Kultur der Protobulgaren aus der heidnischen Periode des Ersten Bulgarischen Reiches (7. – 9. Jh.)
Dimitrova, Velina Koleva

HaupttitelZeugnisse der Kunst und Kultur der Protobulgaren aus der heidnischen Periode des Ersten Bulgarischen Reiches (7. – 9. Jh.)
TitelzusatzWesen. Ursprung. Parallelen.
TitelvarianteMonuments of the art and culture of the Proto-Bulgarians from the Pagan period of the First Bulgarian Kingdom (7th – 9th centuries)
Zusatz zur TitelvarianteContent. Origin. Analogies.
AutorDimitrova, Velina Koleva
Geburtsort: Burgas, Bulgarien
GutachterProf. Dr. Eberhard König
weitere GutachterProf. Dr. Friederike Fless
Freie SchlagwörterProto-Bulgarian, art, culture, Bulgaria, Madara, Pliska
DDC000 Informatik, Informationswissenschaft, allgemeine Werke
ZusammenfassungDie Dissertation behandelt Baukunst, Steinplastik und Metallarbeiten ebenso wie Graffiti- Zeichnungen und Erzeugnisse des Kunstgewerbes aus den Anfangsjahrhunderten des Ersten Bulgarischen Reiches, die dem protobulgarischen ethnischen Element zugerechnet werden. Untersucht werden Denkmäler von den Befestigungsanlagen zu den Profanbauten hin zur Sakralarchitektur. Im Bereich der Steinplastik stehen im Mittelpunkt der Betrachtung das Relief des Reiters von Madara, rundplastische Löwenskulpturen, die sogenannten „Großmütter aus Stein“ und die Devtašlaren. Die Metallplastik umfasst den Schatz von Malaja Pereščepina und die Funde von Voznesensk und Nagyszentmiklós. Bei den Graffiti-Zeichnungen liegt der Fokus vor allem auf solchen, die mit Schamanismus und Sonnenkult in Verbindung stehen. Im Bereich des Kunstgewerbes sind es Amulette und andere heidnische Gegenstände der Protobulgaren, denen die Betrachtung gewidmet ist. Das Forschungsanliegen gilt dem Vergleich zwischen den Grundzügen dieser Kunstdenkmäler und entsprechender Denkmäler aus den Gebieten des vormaligen Aufenthaltes der Protobulgaren. Analysiert wird dabei deren Entstehungsgeschichte. Ein besonderer Fokus liegt auf den Steppengebieten um das Schwarze Meer, in denen sich ein entscheidendes Stadium der Kulturformierung der Protobulgaren vor ihrer Ankunft südlich der Donau zutrug. Der historische Rahmen wird dabei intensiv nachgezeichnet. Ein weiteres Augenmerk der Dissertation visiert den formalen byzantinischen Kunst- und Kultureinfluss einerseits, und den betont der christlichen byzantinischen Welt entgegen gesetzten Wesenszügen der protobulgarischen Kunst- und Kultur andererseits. Letzteres geschah im Zuge der Identitätsfindung und -Behauptung des jungen bulgarischen Staates in unmittelbarer Nachbarschaft zum Byzantinischen Imperium. Die Zeugnisse der Kunst und Kultur der protobulgarischen ethnischen Komponente aus der heidnischen Epoche des Ersten Bulgarischen Reiches werden durch Selbständigkeit charakterisiert, die sich im Ausleben gewisser archaischer Züge äußert. Diese entsprechen dem kulturellen Entwicklungsstadium der protobulgarischen Herrscheraristokratie und ihrem Geltungsbedürfnis. Dabei ist ein Streben nach eigenen repräsentativen Kunstdenkmälern entsprechend dem heidnischen Kulturmilieu zu beobachten, im Sinne der Abgrenzung zur christlichen Welt. Der Ursprung dieser Kunst und Kultur ist in östliche Richtung zu suchen, in Übereinstimmung mit dem geographischen Ursprung der Protobulgaren und dem Kulturaustausch und -Einfluss des jeweiligen Umfeldes. Dorthin, in die Regionen der Schwarzmeersteppen, des Nordkaukasus, Südrusslands und in die weit entfernteren Gebiete Zentralasiens verweisen die Parallelen der materiellen Zeugnisse der protobulgarischen Kunst und Kultur. Anfangs überwiegend von nahöstlichen Kulturen und nur mittelbar von der byzantinischen beeinflusst, wird im Laufe der Zeit ein immer deutlicheres Anlehnen der bulgarischen Kunst und Kultur an die byzantinische Zivilisation beobachtet. Das erfolgte jedoch nie unter Aufgeben der eigenen Kulturbestrebungen. Diesem Umstand ist die Durchsetzung einer eigenständigen bulgarischen Kirche mit Gottesdienst in bulgarischer Sprache nach der Einführung des Christentums als Staatsreligion zu verdanken, sowie die Schaffung eines umfangreichen Schrifttums in eigens dafür vorgesehenem Alphabet.
Dokumente
FUDISS_derivate_000000003187
Falls Ihr Browser eine Datei nicht öffnen kann, die Datei zuerst herunterladen und dann öffnen.
 
Fachbereich/EinrichtungFB Geschichts- und Kulturwissenschaften
Erscheinungsjahr2007
Dokumententyp/-SammlungenDissertation
Medientyp/FormatText
SpracheDeutsch
RechteNutzungsbedingungen
Tag der Disputation05.07.2007
Erstellt am10.10.2007 - 00:00:00
Letzte Änderung19.02.2010 - 13:59:48
 
Alte Darwin URLhttp://www.diss.fu-berlin.de/2007/675/
Statische URLhttp://www.diss.fu-berlin.de/diss/receive/FUDISS_thesis_000000003187
URNurn:nbn:de:kobv:188-fudissthesis000000003187-9
Zugriffsstatistik
 

 
© 2010 Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin | Feedback | powered by <MyCoRe>

Stand: 28.02.2010

Diese Grafiken werden nur in der Druckvorschau verwendet: