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Der kranke Mann
Kottow, Andrea

HaupttitelDer kranke Mann
TitelzusatzZu den Dichotomien Krankheit/Gesundheit und Weiblichkeit/Männlichkeit in Texten um 1900
TitelvarianteThe ill man
Zusatz zur TitelvarianteAbout the dichotomies illness/health and femininity/masculinity in texts written around 1900
AutorKottow, Andrea
Geburtsort: Santiago de Chile, Chile
GutachterProf. Dr. Dr. Rolf Winau
weitere GutachterPrivat-Dozent Dr. Robert Stockhammer
Freie SchlagwörterLiterature around 1900, Decadence, Gender Studies, History of Medicine
DDC400 Sprache
ZusammenfassungDie Arbeit bewegt sich auf der Schnittstelle zwischen Literaturwissenschaften und Medizingeschichte. Sie untersucht vier Texte aus der deutschsprachigen Jahrhundertwende, um die Berührungspunkte von Vorstellungen von Krankheit/Gesundheit und Geschlechtervorstellungen in ihrer Repräsentation in Texten aufzuzeigen. Die Arbeit beinhaltet vier Textanalysen. Es wurden zwei literarische Texte für die Untersuchung gewählt: Thomas Manns Novelle Tod in Venedig und Heinrich Manns Roman Die Jagd nach Liebe, und zwei nicht-literarische Texte, die sich zwischen Medizin und Kulturkritik bewegen: Max Nordaus Entartung und Otto Weiningers Geschlecht und Charakter. Ausgehend von der privilegierten Position der medizinischen Wissenschaften in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und von den in Unruhe geratenen Geschlechterverhältnissen zeigt diese Arbeit die Kreuzungspunkte der beiden Gegensatzpaare - aufgestellt von Gesundheit/Krankheit und Männlichkeit/Weiblichkeit - in Diskursen um 1900 auf. Ein leitender Gedankengang ist, dass zur Jahrhundertwende beide Oppositionspaare mit ihren Implikationen zu einem Verständnis von Normalität beigetragen haben und dass sie in verschiedenen Weisen in unterschiedlichen Diskursen verhandelt, diskutiert, neu strukturiert werden. Um 1900 lässt sich eine Krise dieser beiden, im Zentrum dieser Dissertation stehenden, dichotomischen Strukturen beobachten. Die Texte werden in Hinblick auf diese krisenhafte Situation als Zeichen der Krise gelesen, aber auch als Texte, die durch ihre Funktionsweisen performativ zu dieser Krise beitragen. Methodologisch sind die Analysen insbesondere durch die Diskursanalyse und die Gender-Theorie geprägt. Ausgehend von den Grundprämissen Michel Foucaults ist diese Arbeit von dem Wissen um historische und kulturelle Differenzen markiert. Diese Dissertation zeigt das grammatische, soziale und epistemische Konfigurationen herausmodellieren, was in einer bestimmte Epoche Kriterien für mögliche Wahrheiten sind. Der Blick ist darauf gerichtet, wie etwas sich zeigt, wie es diskursiv gefasst wird und was darüber ausgesagt werden kann.
Dokumente
FUDISS_derivate_000000001426
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Fachbereich/EinrichtungMedizinische Fakultät Charité - Universitätsmedizin Berlin
Erscheinungsjahr2004
Dokumententyp/-SammlungenDissertation
Medientyp/FormatText
SpracheDeutsch
RechteNutzungsbedingungen
Tag der Disputation07.09.2004
Erstellt am01.12.2004 - 00:00:00
Letzte Änderung19.02.2010 - 14:51:47
 
Alte Darwin URLhttp://www.diss.fu-berlin.de/2004/311/
Statische URLhttp://www.diss.fu-berlin.de/diss/receive/FUDISS_thesis_000000001426
URNurn:nbn:de:kobv:188-2004003114
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