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Population structure, movement and health status of elephants and other wildlife in the Selous-Niassa Wildlife Corridor, southern Tanzania
Mpanduji, Donald Gregory

Main titlePopulation structure, movement and health status of elephants and other wildlife in the Selous-Niassa Wildlife Corridor, southern Tanzania
Title variationsPopulationsstruktur, Bewegungen und Gesundheitszustand der Elefanten und anderer Wildtiere im Selous-Niassa Wildtier Korridor, Südtansania
Author(s)Mpanduji, Donald Gregory
Place of birth: Sengerema-Mwanza, Tansania
1. RefereeProf. Dr. Dr. Heribert Hofer
Further Referee(s)PD Dr. Susanne Dahms
Prof. Dr. Weyrauch
Keywordsmigration corridor, satellite tracking, home range, habitat preference, population structure, elephant, Selous-Niassa
Classification (DDC)630 Agriculture, Veterinary medicine
SummaryDiese Studie bewertet den Status und die Bedeutung des Selous-Niassa Wildtier Korridors (SNWC) in Südtansania als Naturschutzgebiet und als biologischen Korridor für Wildtiere, hauptsächlich für den afrikanischen Elefanten (Loxodonta africana) und anderer Schlüsselarten. Die Verbreitung und die Raumnutzung der Elefanten und anderer Wildtierarten, ihre Populationsstruktur und �größe und die potentiellen Konfliktquellen wurden mit Hilfe eines neuartigen Forschungsansatzes erhoben, bei dem wir die Ermittlung des örtlichen Wissens über Wildtiere, mit eigenen Feldbeobachtungen und dem Einsatz von hochentwickelter, Satelliten-unterstützter Telemetrie zur Ortung von Elefanten kombiniert, die mit einem Halsbandsender versehen waren. Die folgenden Ergebnisse wurden ermittelt; Der SNWC ist die Heimat von mindestens 2.400 Afrikanischen Elefanten und einer global bedeutenden Population von mindestens 4.460 Roosevelt Rappenantilopen. Andere Schlüsselarten wie Elenantilope (Taurotragus oryx), Großkudu (Tragelaphus strepsiceros), Kuhantilope (Alcelaphus buselaphus lichtensteinii) und Afrikanische Wildehunde (Lycaon pictus) waren im Korridor weit verbreitet. Es gibt allerdings auch Anzeichen dafür, dass einige Wildtierpopulationen einen Rückgang erfahren mussten, wie durch die fragmentierte Verbreitung und das nahezu vollständige Verschwinden einiger Tierarten gezeigt wurde. Der SNWC beherbergt zahlreiche Galeriewälder, verbuschtes Grasland und Feuchtgebiete, die bedeutende saisonale oder ganzjährige Rückzugshabitate für Elefanten und andere Wildtiere sind. Wildtiere wurden häufig für substantielle Ernteschäden verantwortlich gemacht, die das ganze Jahre auftreten könnten. Verschiedene Wildtierarten seien daran beteiligt. Interviewergebnisse und Regierungsunterlagen stellten fest, dass der Schaden durch Elefanten, Flusspferde (Hippopotamus amphibius), Büffel (Syncerus caffer) und Rappenantilopen verursacht würde. Im Gegensatz zu diesen Behauptungen belegten die quantitative Analyse der Regierungsunterlagen und die Ergebnisse der Satelliten-unterstützten Telemetrie, dass Elefanten sehr wenig beteiligt sind. Der weitaus größere Teil der Ernteschäden wurde durch Unkraut, Krankheiten der Anbaupflanzen und kleinen Schädlingen (Nagetiere oder Vögel) verursacht. Die Verbreitung und Raumnutzung von Elefanten wurden auf der Grundlage von Bodenzählungen und der Satelliten-unterstützten Telemetrie von besenderten Elefanten analysiert. Wir fanden drei große Wanderrouten vom Ruvuma-Fluss zum Zentrum des Korridors und vier weitere Routen vom Zentrum des Korridors in Richtung Norden. Die Satelliten-unterstützte Telemetrie und Feldbeobachtungen bestätigten, dass die Elefanten diese Routen für ihre Ortsbewegungen nutzten und dabei letztlich den Ruvuma-Fluss mit dem Selous-Wildtier-Reservat im Norden verknüpften. Die wichtigen Wanderrouten, die die besenderten Elefanten nutzten, wurden korrekt durch Einheimische vorhergesagt. Die Ergebnisse der Satelliten-unterstützten Telemetrie wurden auch eingesetzt, um Habitatpräferenzen und Streifgebiete zu bestimmen und Ortsbewegungen über die internationale Grenze zu verfolgen. Zehn �besenderte� Elefanten (2 Kühe und 8 Bullen) wurden in einem Zeitraum von 8 bis 24 Monaten telemetriert. Während beider Jahreszeiten (Trocken- und Regenzeit) bevorzugten Elefanten signifikant Galeriewälder, verbuschtes Grasland und Flussgebiete. Sie vermieden eindeutig Ackerbaugebiete. Während der Trockenzeit bevorzugten die Elefanten auch Miombo-Waldgebiete; während der Regenzeit vermieden sie außerdem Sumpfgebiete. Die Größen der Streifgebiete variierten zwischen 328 und 6.905 km². Aufgrund ihrer Größe können die Streifgebiete in drei Klassen eingeteilt werden: kleine (328 bis 576 km²), mittlere (1494 bis 3.135 km²) und große Streifgebiete (von 4.421 bis 6905 km²). Elefanten mit kleinen Streifgebieten pendelten meistens zwischen dem Selous-Wildtier-Reservat und der angrenzenden Pufferzone. Elefanten mit einem mittleren Streifgebiet verblieben im Zentrum des SNWC und besuchten gelegentlich das Sasawala-Forst-Reservat. Elefanten mit großen Streifgebiet bewegten sich in der Mitte und im Süden des SNWC mit ausgedehnten Ortsbewegungen über die Grenze zwischen Tansania und Mosambik und auch auf der Mosambikanischen Seite. Interviewantworten sprachen von ausgedehnten Wanderungen der Elefanten in den Monaten März, April, Juni und Dezember. Die Satelliten-unterstützte Telemetrie zeigte jedoch, dass ausgedehnte Ortsbewegungen in den Monaten November und Dezember erfolgten und sich die Elefanten besonders wenig während der Regenzeit zwischen März und Mai bewegten. Nahrung, Zugang zu Wasser und möglicherweise wiederholter Kontakt mit Menschen in einigen Gegenden werden als die Faktoren betrachtet, die die Raumnutzung der Elefanten beeinflussen. Die Daten aus den Feldbeobachtungen und der Satelliten-unterstützten Telemetrie bestätigten, dass Elefanten häufig die internationale Grenze zwischen Tansania und Mosambik entlang des Ruvuma Flusses überqueren. Diese Ergebnisse betonen die Wichtigkeit des Schutzes des SNWC als einem bedeutenden Streifgebiet und Korridor für Elefanten, das zwei riesige Schutzgebiete in Afrika verbindet, nämlich das Selous Wildtier-Reservat in Tansania und das Niassa-Wildtier-Reservat in Mosambik.
Documents
FUDISS_derivate_000000001384
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FU DepartmentDepartment of Veterinary Medicine
Year of publication2004
Document typeDoctoral thesis
Media type/FormatText
LanguageEnglish
Terms of use/RightsNutzungsbedingungen
Date of defense2004-10-21
Created at2004-11-19 : 12:00:00
Last changed2010-02-19 : 02:28:08
 
Old Darwin URLhttp://www.diss.fu-berlin.de/2004/307/
Static URLhttp://www.diss.fu-berlin.de/diss/receive/FUDISS_thesis_000000001384
NBNurn:nbn:de:kobv:188-2004003070
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